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Stuer

Burg Ruine

Die Gemeinde Stuer, mit ihren Ortsteilen Bad Stuer, Stuer Vorwerk und Neu Stuer an der Südspitze des Plauer Sees gelegen, wurde im März 1178 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname ist slawischen Ursprungs. Der „lacus Sturichse“, Sturer See, wie der Plauer See bis weit ins Mittelalter hieß, weist auf die damalige Bedeutung Stuers hin. Eng verknüpft ist die Geschichte Stuers mit der Familie von Flotow. Diese wurde 1340 von den Fürsten von Güstrow-Werle mit dem Dorf Stuer und der Mühle belehnt. 1354 bzw. 1366 erhielten sie das ganze Land Malchow sowie die Stadt Röbel und das Land Röbel aus einer Pfändung. Stuer wurde Hauptort mit dem Sitz der höchsten Gerichtsbarkeit (Galgenberg).

 

Den Mittelpunkt bildete die Burg Stuer, an deren einstigem Standort noch heute Ruinen von einstiger Macht künden.

Zwischen dem Ortsteil Stuer Vorwerk und dem Ortseingang Stuer lädt der 1997/98 renaturierte Stuerer See zum Spaziergang, zu Pflanzen- und Tierbeobachtung ein. Besonders empfehlenswert ist eine Wanderung ins Tal der Eisvögel, die dort tatsächlich noch mit etwas Glück beobachtet werden können.

 

Dem Besucher von Stuer fällt am Ortseingang die Kirche mit ihrer schönen Friedhofsmauer aus Feldsteinen auf. 1717 im Stil einer Prignitzer Ständerkirche errichtet, reich an innerer Ausstattung, steht sie auf der Liste denkmalwürdiger Bauten.

 

Bemerkenswert ist vor allem der Altar mit einem künstlerisch wertvollen Aufsatz niederdeutscher Schnitzerei aus dem 15. Jahrhundert. Eine Trockenmauer, errichtet vom Christlichen Jugenddorfwerk, umschließt die schöne Anlage.

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, 1845, wird auch Bad Stuer gegründet, mit einer Wasserheilanstalt, die vom bekannten mecklenburgischen " Wasserarzt " Johann Heinrich Franke aus Güstrow betrieben wird.


Das Ende für die am längsten bestehende Wasserheilanstalt Mecklenburgs in Bad Stuer kam in den 20er jahren dieses Jahrhunderts. Bad Stuer aber hatte bereits einen guten Ruf als Sommerfrische erworben.

 

Die landschaftlich herrliche Lage, die gastronomischen Einrichtungen, Pensionen, Ferienhäuser sowie das Ufer des Plauer Sees mit heimischer Pflanzen- und Tierwelt bieten sehr viel Abwechslung für den Tourismus und Fremdenverkehr.

Kirche