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Gotthun

Holländer-Mühle

Die Gemeinde Gotthun liegt unmittelbar an der Müritz nahe Röbel.

Sie wird im Jahre 1359 erstmalig urkundlich erwähnt.

Der durch die Gemarkung Gotthun führende Kirchweg und die Nutzung des Altstädter Friedhofes in Röbel belegen die Zugehörigkeit zur Kirchgemeinde St. Marien. In der Nähe der Gemarkungsgrenze Röbel/Gotthun befand sich der Schauksee, der noch bis 1932 fischereiwirtschaftlich genutzt wurde. Mit den Jahren verlandete er, so daß er 1968 trockengelegt und erst 1999 wieder angestaut wurde.

Eine Befestigungsanlage aus dem 30-jährigen Krieg, die „Gotthuner Schanzen“, liegt in den Gotthuner Buchen und den 10 Ruten. Hier fanden 1640 bei einem Gefecht zwischen Schweden und Brandenburgern 200 Soldaten den Tod.

In der Nähe von Gotthun liegt die Schamper Mühle. Bis 1810 stand dort eine Wassermühle, die sich seit 1351 im Besitz des Klosters Dobbertin befand. Im Jahre 1810 entstand hier eine Holländer-Mühle, die bis 1965 genutzt wurde. Jetzt steht sie unter Denkmalschutz.

Die traditionsreichen Gotthuner Campingplätze am Nitschow unmittelbar an der Müritz, darunter ein FKK-Platz am Hirschberg , erfreuen sich großer Beliebtheit und sind schon lange kein Geheimtip mehr.
 
Unweit der Mühle findet der Besucher ein Großsteingrab, ein sogenanntes Urdolmen (ca. 5000 Jahre alt). Dieser steinerne Zeuge gibt uns Aufschluß über die schon frühzeitige Besiedelung im Müritzgebiet.

 

Im Jahr 1826 wurde das Gutshaus als eingeschossiger Putzbau errichtet. Es bildet heute das kulturelle Zentrum des Ortes. Das Gemeindebüro, die Müritz-Camp GmbH und das CJD Waren (Müritz), Einrichtung im Christlichen Jugenddorfwerk Deutschlands e.V. (CJD), als staatlich anerkannte Einrichtung der Weiterbildung und anerkannter freier Träger der Jugendhilfe, haben dort ihren Sitz. Im Dachgeschoss des Gutshauses befindet sich die "CJD KiTa „Müritzmäuse“ und im Gutskeller eine Traditionswerkstatt zur Pflege Mecklenburgischen Brauchtums.

Von 1843 bis 1932 gehörte das Gut dem Grafen von Blücher.

1931 ging das Gut in den Besitz des Hauptmanns Franz Braun über. Nach der Bodenreform 1945 siedelten sich 69 Neubauern an. Mit Beschluß des Bauprogramms 1947 wurden in Gotthun beiderseits der Dorfstraße 32 Neubauernhäuser gebaut. Das dörfliche Leben wird heute durch die Landwirtschaft sowie vom Tourismus geprägt.

Der Campingplatz „Nitschow“, der Campingplatz „Am Hirschberg“ (FKK), seit kurzem ein Pferdehof, Ferienhäuser und Ferienwohnungen sowie gepflegte gastronomische Einrichtungen in der Gemeinde bieten den vielen Urlaubern Erholung und Entspannung.

Besonders in den letzten Jahren hat sich das Dorfbild von Gotthun verändert. Handwerkliche Kleinbetriebe siedelten sich an, modernisierte bzw. neu gebaute Eigenheime links und rechts der Dorfstraße prägen das heutige Dorfbild.

Wahrzeichen Gotthuns ist die prächtige Lindenallee, die zu ihrer Erhaltung im Jahr 2000 einen radikalen Kronenschnitt über sich ergehen lassen musste.

 

Gutshaus