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Fincken

Wappen

Die Gemeinde Fincken besteht aus den Ortsteilen Fincken, Kaeselin und Knüppeldamm.
 

Daher im Wappen auch die drei schreitenden Finken und die Rundscheune sowie im Wappenbrief der Gemeinde. Das Wappen wurde von Werner Schinko, der auch das Amtslogo schuf, im Jahr 2000 hergestellt und vom Innenminister, Herrn Dr. Gottfried Timm, an den Bürgermeister der Gemeinde Fincken, Herrn Erich Nacke, feierlich öffentlich übergeben.

 

Der Ort Fincken wird erstmalig am 25. Oktober 1310 im Templiner Vertrag erwähnt.
Dieser Vertrag war eine Art Friedensabkommen zwischen den Brandenburger Markgrafen und den Fürsten von Werle.

Fincken weist in seiner langjährigen Geschichte zahlreiche Besitzer aus. Das Rittergeschlecht der von Grambow, später die von Prignitz genannt, besaß die Fincken´schen Begüterungen über mehrere Generationen hinweg. 1679 übernahmen die von Pritzbuer das Fincken´sche Anwesen. Während dieser Zeit gab es eine Schäferei in Knüppeldamm und es entstand der Glashüttenbetrieb. Beide Einrichtungen sind heute nicht mehr vorhanden.

Der Nachfolger im Besitz, Landrat und Präsident, Helmuth von Pederstorff, ließ 1748 eine neue Kirche in Fincken erbauen, die in den letzten Jahren im Auftrag der Gemeinde saniert und restauriert wurde.

Nach dem Tode des Herrn von Pederstorff geht der Besitz an den Herrn von Blücher über, bei dem er auch bis 1931 verbleibt.

Während der Blücherschen Zeit gehörten Bütow und Darze ebenfalls zum Gut Fincken.

Auf der Grundlage des Gebietsänderungsvertrages vom 30.Oktober 2001 gehören ab 1.1.2010 auch die Ortsteile Jaebetz, Dammwolde und Marienhof zur Gemeinde Fincken. Die Einwohnerzahl der Gemeinde Fincken stieg dadurch auf etwa 550 Einwohner. In Fincken steht auch das Herrenhaus, das zu DDR-Zeiten als Betriebsferienheim genutzt wurde. Es ist ein wahrhaftes Märchenschloß, das sich am Rande des Finckener Sees erhebt.


Die Aufsiedlung des Gutes Fincken und im Ortsteil Knüppeldamm begann 1932. Insgesamt entstanden 89 Siedlerstellen. Zu Beginn der 50er Jahre bildeten sich im Gemeindebereich vier Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften (LPG).

Die Gemeinde Fincken in ihrer heutigen Form mit den Ortsteilen Kaeselin, Knüppeldamm, Knüppeldamm-Ausbau, Fincken und Fincken-Ausbau besteht seit 1974.

In der Gemeinde leben ca. 585 Einwohner. Die kommunalen Wohnungen und der ehemalige Kindergarten, der zur Zeit für die Betreuung von Kindern in Tagespflege genutzt wird, wurden saniert. Die Straßenbeleuchtung wurde ausgebaut und das Straßennetz verbessert. Das alte Herrenhaus sucht seit einigen Jahren einen neuen Besitzer.

 

Eine besondere Touristenattraktion stellt die einzige in Mecklenburg-Vorpommern existierende Rundscheune dar.

 

Sie ist der große Stolz der Finckener. Im Modellpark Mecklenburgische Seenplatte in Neubrandenburg ist sie als Miniatur zu bewundern. Sie stammt aus dem 18. Jahrhundert und diente dem Grafen als Pferdestall. Heute befindet sie sich im Besitz der Kommune und wird mit Fördermitteln des Landes restauriert. Am 30. Juli 2005 fand die festliche Eröffnung der unteren Etage statt. Sie dient nun als Gemeindezentrum.

Große Anstrengungen hat Fincken unternommen, um seine Dorfkirche zu retten. Es war ihr Wille, dass ihre Kirche in ihrem Dorf bleibt - das haben sie bereits erreicht, wenn es zur Erhaltung der Kirche noch viel zu tun gibt.

Zum Dorf gehört auch der Finckener See, den  die Gemeinde zur Sicherung des Gemeinwohles käuflich erworben hat. Der neu entstandene Wanderweg um den See herum lädt den Besucher dazu ein, die herrliche Landschaft zu genießen. Ein weiterer Wanderweg führt vom Dorf zum Eiskellerberg in Richtung B 198. Dort liegt ein großer Findling, der während des Baus der Bundesautobahn A 19 freigelegt wurde.

 

 

Rundscheune