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Kieve

Kirche

Die Gemeinde Kieve gehört zu den ältesten Gemeinden des Amtsbereiches.

Der Name stammt aus dem Altslawischen und bedeutet soviel wie „Keulendorf“.

Urkundlich erwähnt wird Kieve erstmals 1298, doch ist in der Urkunde nur von einem Weg, der nach Kieve führt, die Rede. In einer im Mai/Juni des Jahres 1311 in Tangermünde ausgestellten Urkunde wird Kieve erstmals als Ort genannt.

Historisch bemerkenswert ist, dass Markgraf Waldemar von Brandenburg das Dorf dem weit entfernten, am Rhein gelegenen Zisterzienserkloster Altkamp als Entgelt für dem Kloster zugefügte Schäden schenkt. Die Sache wird erklärlicher, wenn wir erfahren, dass das Kloster schon 80 Jahre lang in der Nachbarschaft von Kieve einen größeren Wirtschaftsbetrieb unterhielt, dessen Mittelpunkt der Kotzer Hof am See gleichen Namens, heute Mönchsee, bildete. Dieser war schon am 30. Dezember 1232 als Geschenk des Fürsten Nikolaus von Werle dem Kloster übergeben worden.

Der 30. Dezember 1232 gilt daher als Gründungsdatum der Gemeinde Kieve.

 

In der Mitte des Dorfes Kieve steht eine Kirche aus dem 13. Jahrhundert. Es ist ein frühgotischer, in gemischter Weise aus Felsen und Backsteinen ausgeführter Bau, den man in späteren Zeiten vielfach umgeändert hat. Im Westen schließt sich ein hölzerner Glockenturm an. Die Kirche und das Pfarrhaus stehen unter Denkmalschutz, ebenso ein typisches Kleinbauernhaus (Reihenhaus, Fachwerkbau), das aus der 1. Hälfte des 18. Jahrhundert stammt. Diese drei Gebäude bilden den Dorfkern.

Die Einwohner der Gemeinde Kieve haben es besonders in den letzten Jahren verstanden, ihre Wohn- und Lebensbedingungen zu verbessern. Es ist ihnen gelungen, das Bauerndorf als solches zu erhalten, ihre Häuser und Wohnungen mit viel Geschmack, Mühe und Geschick zu erneuern und gleichzeitig die Außenanlagen schön zu gestalten.
 

Etwa 3 km vom Dorf entfernt liegt der reizvolle Glambecksee. Als Naherholungszentrum, Jahrzehnte durch die einheimische Bevölkerung genutzt, bietet er inzwischen auch zahlreichen Urlaubern sehr gute Erholungsmöglichkeiten.

Zur besonderen Tradition zählt in Kieve das jährliche Erntefest. Seit 1946 feiern alle Bürger der Gemeinde mit Stolz ihr Fest. Der Umzug mit den liebevoll geschmückten Erntewagen, Handwagen oder sogar Schubkarren zeigt die Verbundenheit zu ihrem Heimatort.

Glambecksee