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Buchholz

Die Gemeinde Buchholz

Die Gemeinde Buchholz mit seinen 130 Einwohnern liegt direkt am Ufer der Müritz, dort, wo sie am Eldeeinlauf beginnt. Im Schatten der ausladenden alten Dorfallee inmitten von Wiesen und Wäldern ist es eines der schönsten Dörfer im Süden Mecklenburgs.

Von findigen Berlinern ist Buchholz bereits in den 20er und 30er Jahren als „Sommerfrische“ – mit direkter Taxianbindung Berlin/Buchholz – entdeckt worden und ist heute auf dem Wege, zu einem Geheimtipp in der Tourismusentwicklung der Müritzregion zu werden. Urkundlich wurde Buchholz bereits am 16. April 1273 erwähnt, als Nikolaus von Werle dem Nonnenkloster zu Röbel auch einige Hufen aus „Buchholte“ verleiht. Der frühgotische Backsteinbau der Kirche zu Buchholz, mit dem einzigen im Süden Mecklenburgs vorhandenen spitzbogigen, von Norden nach Süden offenen Turmdurchgang ist so ungewöhnlich wie die Geschichte des Dorfes selbst:

 

Im 13. Jahrhundert durch märkisch-ostfälische Bauern besiedelt, haben die Buchholzer in wechselvoller Geschichte immer einen besonderen Freiheitswillen bewiesen, der sie im Jahre 1763 nach unendlichen Prozessen veranlasst, ihre Hufen als Allodialgut zum Preis von 10500 Gulden samt „dem Patronate und allen Regalien“ vom Kammerherren Ch. Von Raven auf Boek zu kaufen.

 

So ging Buchholz als Rittergut in den Besitz der Bauernschaft über, was sich in der Geschichte Mecklenburgs nur noch bei 4 weiteren Dörfern ereignete. Am 23.Oktober 1777 stellten sich die Bauern auf einem „Ordentlichen Geschworenengericht“ eine eigene Kommunalordnung auf und regeln später sogar selbständig die Armenpflege.

 

Wer jemals die Buchholzer „Knieperdachsen“ erlebt hat, die in uralter Tradition als wilde, raue und vermummte Gesellen an jedem 24. Dezember das Dorf durchstreifen, weiß, dass Buchholz sich bis zum heutigen Tage seine Besonderheit bewahrt hat.

Kirche