Link verschicken   Drucken
 

Bütow

Kirchruine am Dambecker See

Die Gemeinde Bütow liegt im süd-westlichen Teil des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte. Sie umfasst die Ortsteile Dambeck, Bütow, Erlenkamp und die Wohnsiedlung Karchow. Landschaftlich befindet man sich hier, zwischen Müritz und Plauer See, in einer abwechslungsreichen Landschaft. Die Schönheit der Region kann man auf einem Wanderweg rund um den Dambecker See - teils in waldreicher Umgebung - bewundern.

 

Dabei kommt man auch an der bekannten Kirchruine von Dambeck vorbei.

 

Sie liegt hinter hohen Bäumen versteckt in unmittelbarer Ufernähe und hat eine lange Geschichte. Nur ein Teil des aus Feldsteinen errichteten Gemäuers aus dem 12. Jahrhundert konnte je als Kirche genutzt werden.

Im Jahr 2009 lebten 478 Einwohner in der Gemeinde.

Haupterwerbszweig war bislang immer die Landwirtschaft. Seit 1991 siedelten sich in der Gemeinde einige Handwerksbetriebe an.

 

In unmittelbarer Nähe der Autobahn A19 entstand eine Windkraftanlage.

 

Den Ortsteil Karchow erreicht man über die B 198. Hier wurde ein Turmhügel aus der Slawenzeit wieder entdeckt.

 

Im ehemaligen Pfarrhaus ist ein Schulungsheim der Deutschen Studentenmission angesiedelt.

Lehrgänge, Tagungen, Vorträge u.a. werden angeboten. Auch die christliche Kinder- und Jugendarbeit wird gefördert.

Jenseits der B 198 liegt das Dorf Bütow. Das Wahrzeichen Bütows ist der schon aus der Ferne sichtbare Getreidespeicher, die „Mühle“ genannt. Es ist eine ehemalige Brotfabrik, die nur sehr kurz in den 20er Jahren ihre Funktion, Brot und Gebäck für Berlin herzustellen, ausüben konnte. Die Produktion wurde aus Protest der Berliner Bäcker eingestellt.

Bütow ist ein typisches Gutsdorf: ehemalige Landarbeiterkaten längs der Dorfstraße wurden in den letzten Jahren zu schönen Wohnungen ausgebaut.

 

Der Gutshof mit Herrenhaus und großen Stallungen befindet sich etwas abseits der Dorfmitte.

 

Von hier aus entwickelte sich der Reitsport zu DDR-Zeiten und hat heute noch Bedeutung.

Die Kirche Bütow, errichtet im Fachwerkstil und aus Feldsteingemäuer, ist ein kulturhistorisches Kleinod. Ihre Wurzeln reichen zurück bis in das 13. Jahrhundert. Mühevoll wird seit Jahren ihre Renovierung in kleineren Schritten (Finanznot) vorgenommen.

In Dambeck befindet sich eine Gutshausanlage mit einem größeren Gebäudekomplex. Vor allem die noch heute intakte Brennerei ist hier zu nennen. Seit 1886 wurden Kartoffeln zu Spiritus verarbeitet. Erst 1950 fand die Umstellung auf Getreidebrannt statt. Das Gebäude wurde aus rotem Backstein errichtet und hat eine wechselvolle Vergangenheit.

Die Güter Bütow und Dambeck wurden vor 1990 als „Volkseigene Güter“ bewirtschaftet.

Später, in den 70er, Jahren verlor Dambeck seinen selbständigen Charakter.

Im Gut Bütow hatte Kartoffelzüchtung mit einer Saatguterhaltungsstation eine lange Tradition, die auch heute noch fortgesetzt wird.

Im Jahr 1959 wurde in Dambeck eine Zentralschule eingerichtet, die heute als Grundschule geführt wird. Diese kommunale Schule wurde aber auf Grund sinkender Schülerzahlen geschlossen. In Dambeck gibt es auch eine Kindertageseinrichtung.

 

 

Gutshof in Bütow