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Lärz

Kirche in Lärz
Kirche in Lärz

 

Die Gemeinde Lärz entstand durch den Anschluss der bis dahin eigenständigen Dörfer Gaarz (1960) und Krümmel (1973) an Lärz. Die Gemeinde besteht jetzt aus den Ortteilen Lärz, Krümmel, Neu-Gaarz, Alt-Gaarz, Gaarzer Mühle, Troja, Lärz Ausbau und Ichlim. 
 

Lärz, slawisch Losica - Elchsuhle, wurde erstmals am 23.11.1237 im Rahmen der Festlegung der Grenzen des Klosters Dobbertin erwähnt und wird somit als Urspungsdatum gewertet. Wahrscheinlich ist Lärz aber wesentlich älter, genauso wie Krümmel, das in dieser Urkunde durch den Fürsten Nicolaus von Werle ebenfalls erwähnt worden ist. Lärz entwickelte sich zu einem Bauerndorf, das zum Kloster Dobbertin gehörte. 

Das gleiche gilt für Tralow, eine Siedlung bei Lärz, die es heute nicht mehr gibt, aber im Namen des gleichnamigen Sees seiner Nachwelt erhalten geblieben ist.

Gaarz, slawisch Gardiz - Bergort/kleiner Berg, wurde erstmals 1291 urkundlich erwähnt und war ebenfalls ein Bauerndorf. Es befand sich im herrschaftlichen Besitz und wurde mehrfach verkauft. So wurden 60 Hufe Land an die Komturei Mirow des Johanniterordens verkauft. 

 

Alle Orte befanden sich im Lande Turne (slaw. Auerochsenland) um Mirow herum. Lärz als Bauern- und Klosterdorf machte durch besonders rebellische Bauern, wenn es um ihr Land ging, von sich reden.

 

Eine neue Zeit für Lärz brachte die Ansiedlung der Erprobungsstelle Rechlin mit sich. Hier wurde auch ein Teil der Erprobung aufgebaut und in der späteren Folge eine befestigte Landebahn für Strahlflugzeuge errichtet und die ersten Tests durchgeführt. Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm die russische Garnison den Lärzer Flugplatz für ihre Jagdflieger.

 

In Krümmel brachte die Geschichte verschiedene Besitzer des Gutes, bevor Anfang des 17. Jahrhunderts die Familie von Arnsdorff das Gut durch Kauf, Heirat oder Erbung das Eigentum erlangte. Besonders Michael von Arnsdorff entwickelte das Gut Mitte des 18. Jahrhunderts weiter. Aus dieser Zeit stammt auch das jetzige Gutshaus. 1894 wird das Gut an den Fürsten Georg von Schaumburg-Lippe verkauft.

 

In Gaarz wird 1807 ein Gutshof eingerichtet und trägt den Namen Neu-Gaarz. Die betroffenen Bauern wurden umgesiedelt. Am 23.03.1809 brennt es nieder, das Feuer wurde gelegt.

 

1947 wird Lärz auf Wunsch der Bürger dem Kreis Neustrelitz zugeordnet. Bis dahin gehörte es zum Kreis Waren. 1992 wird eine Gebietsreform der Landkreise diskutiert. Die Lärzer votieren mehrheitlich für den Verbleib im Landkreis Neustrelitz. In der Folge wird das Amt Rechlin gegründet, bestehend aus dem Gemeinden Rechlin, Schwarz und Lärz und dem Landkreis Röbel zugeordnet., der später mit dem Landkreis Waren fusioniert. 

Heute ist die Gemeinde dem Amt Röbel-Müritz zugehörig.


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