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Wredenhagen

Wredenhagen ist heute ein Dorf mit 469 Einwohnern und hat eine Fläche von 28,9 km² - eingebettet in eine unbeschreiblich schöne Landschaft von Wiesen, Feldern und Wäldern. Durch den Ort fließt die Elde. Im Wredenhagener Land liegen der Mönchsee und der Demmin-See. Zu Wredenhagen gehören weiterhin die Ortssiedlungen Mönchshof, Hinrichshof und Neuhof sowie der Ortsteil Neukrug. Im Süden grenzt das Wredenhagener Land an die Wittstocker Heide.

 

Die Geschichte Wredenhagens ist geprägt von der Historie der Burganlage "Novom-Castrum-Wenden", die sich im Zentrum des Ortes auf einer Anhöhe erhebt. Über Jahrhunderte übten die jeweiligen Besitzer wichtige regionale Macht- und Verwaltungshoheit aus. Urkunden beweisen die Burgexistenz seit 1284, jedoch scheinen Teile der Bausubstanz wesentlich früher entstanden zu sein. Schriftliche Zeugnisse erwähnen als erste die Herren von Werle als Besitzer. Als das Werlesche Haus 1436 ausstarb, fielen ihre Besitzungen an die Herzöge von Mecklenburg. 1927 wurde das Wredenhagen aufgesiedelt. Fortan diente die Burg mit dem imposanten Gebäude- und Mauerrund als Schule. Die heutige Kindertageseinrichtung "Burgspatzen" verfügt über 24 Betreuungsplätze sowie eine Hortbetreuung und wird durch die Mecklenburgische Lebensräume GmbH geführt.

 

Im Zentrum des Dorfes steht die Kirche, die Dorf- und Burggeschichte mitgeschrieben hat. Eine nach Osten ausgerichtet historische Kirche bestand bereits um 1300 und war damals Teil der Burg, die sich der Vorburg anschloss. Der heutige Kirchenbau ist der vierte. Im Rahmen der Dorferneuerung und der Denkmalpflege wurde sehr darauf geachtet, das Ortsbild zu bewahren. Von 2000 bis 2012 befand sich Wredenhagen im Bodenordnungsverfahren. Viele Straßen, Wege, Plätze und Gebäude konnten mit Hilfe von Fördermitteln saniert oder neugebaut werden. Wredenhagen verfügt von jeher über eine gute Infrastruktur.

Obwohl sich nach der politischen Wende 1989 viel verändert hat, konnten sich einige Betriebe nach der Umstellung erhalten und neue kamen bis heute hinzu. Die Traditionstischlerei, das Friseur- und Schneiderhandwerk setzten sich im Dorf durch. Ein Landwirtschaftsbetrieb hat sich neu orientiert und besteht bis heute. Neu angesiedelt haben sich 21 Mittel- und Kleinunternehmen. Auch der "Dorfkonsum" mit Artikeln des täglichen Lebens ist seit 2019 im alten Konsum an der Eldebrücke zurückgekehrt.

 

Wo andere arbeiten, kann man in Wredenhagen auch Urlaub machen. Ob im Zirkuswagen, in der Pension "Zur kleinen Auszeit", in den Tiny Houses oder in den vielen privaten Urlaubsunterkünften - Wredenhagen ist eine Urlaubsreise wert.

Auf der Burg bietet eine Heimatstube interessante Einblicke, eine Ahnengalerie lädt zum Rundgang ein. Der Burgverein, den es seit 1995 gibt, ist bestreibt das kulturell-historische Erbe zu erhalten und an die Gäste weiter zu vermitteln. Mit der Restaurierung des Torhauses von 1993 - 2001 entstand ein kulturelles Zentrum für Theater, Konzerte, Ausstellungen und Schulveranstaltungen.

Seit 2018 ist das Torhaus Außenstelle des Röbeler Standesamtes. Hier oder unter der 300jährigen Buche auf der Burganlage können sich Heiratswillige in romantischer und historischer Kulisse trauen lassen.

Ein Besuch des Aussichtsturms in Mönchshof gibt einen fantastischen Ausblick auf das Naturschutzgebiet "Mönchsee".

Im Wredenhagener Land befindet sich die Köhlerhütte mit dem einmaligen Blick auf den seerosenbewachsenen Demmin-See, der umgeben ist von Erlen und Schilf.

 

Weit über die Landesgrenzen hinaus war Wredenhagen für seine Schlachtefeste und seine vielseitigen sportlichen Wettbewerbe bekannt, die immer im Zusammenhang mit der Mehrzweckhalle zu verstehen waren. Am 14. April 2016 vernichtete ein verheerender Brand das Kulturzentrum bis auf die Grundmauern. Schnell stand durch die Gemeindevertretung, durch die ortsansässigen Vereine und Betriebe sowie aller Einwohner fest - ein neues Kulturzentrum muss her. Das neue Gemeindezentrum am Burgberg konnte nach 2-jähriger Bauzeit am 8. Dezember 2018 eröffnet werden. Sport, Kultur und Geselligkeit haben wieder Einzug gehalten. Um das kulturelle und sportliche Leben kümmern sich heute der Burgverein, die Freiwillige Feuerwehr, der Angelverein, die Jagdgenossenschaft, die Sportgruppen, die Handarbeitsfrauen und der Zirkus Alamos. Sie finden Unterstützung bei der Burgschule, bei der Kindereinrichtung, bei der Kräuterinsel, beim Hegering und bei der Alpaka-Aufzucht Moenchsee und beim Straußennest.

Seit 25 Jahren gibt es das Café Scheune. Es ist eine besondere Adresse für Liebhaber besonderer Konzerte, Filmabende, Kulturausstellungen und für Familienfeiern.

 

Um den Bürgern in Wredenhagen eine gute Lebenssituation bieten und erhalten zu können, wurde am 13. Dezember 2018 der Fusonsvertrag mit den gemeinden Grabow-Below, Massow und Zepkow unterzeichnet. Mit den Kommunalwahlen am 26. Mai 2019 entstand die neue Gemeinde Eldetal.

 

Für alle Interessierten empfehlen wir die ortseigene Internetseite von Wredenhagen.

 

 

Torhaus der Burg Wredenhagen

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