Link verschicken   Drucken
 

Gemeinde Leizen

Auszug aus:
Vorzeitiger Bebauungsplan Nr. 01 Gewerbe- und Industriegebiet Woldzegartener Weg


Rechtliche Grundlagen
Die Aufstellung des vorzeitigen Bebauungsplanes Nr. 01 erfolgt auf den Rechtsgrundlagen,

  • Baugesetzbuch in der Fassung der Bekanntmachung vom 08. Dezember 1986 ( BGBI. 1 S. 2253) zuletzt geändert durch Anlage I, Kapitel XIV, .Abschnitt II, Nr. I des Einigungsvertrages vom 31. August 1990 in V.rn. Artikel I des Gesetzes vom 23. September 1990 ( BGBl II S. 885, 1122 )
  • Baunutzungsverordnung BauNVO in der Neufassung der Bekanntmachung vom 23. Januar 1990 ( BGBl. I, S. 132, geändert durch den Einigungsvertrag vom 31. August 1990, BGBL II, S. 889, 1122)
  • Verordnung über die Ausarbeitung der Bauleitpläne und die Darstellung des Planinhaltes ( Planzeichnungsverordnung 1990 PlanzV 90) vom 18. Dezember 1990 ( BGBl 1991, S. 58 )
  • Gesetz zum Naturschutz im Land Mecklenburg - Vorpommern vom 20. Januar 1992


I. Art der baulichen Nutzung
1. In den Baugebieten sind zulässig Gewerbe- und Industriebetriebe gemäß §

   8, Abs. 1 und 2 und § 9, Abs. 1 und Baunutzungsverordnung {BauNVO).

2. Zulässig sind im Gewerbegebiet nur Gewerbebetriebe, die das Wohnen nicht

    wesentlich stören.

3. Ausnahmsweise zugelassen sind,

3.1 Wohnungen für Aufsichts- und Bereitschaftspersonen sowie für

      Betriebsinhaber und Betriebsleiter, die dem Gewerbebetrieb zugeordnet 

      und ihm gegenüber in Grundfläche und Baumasse untergeordnet sind,

3.2 solche Einzelhandelsbetriebe und Verkaufsstellen von Handwerksbetrieben,

      die in unmittelbarem und anderem räumlichem und betrieblichem

      Zusammenhang mit Handwerk -und produzierendem Gewerbe stehen und

      nicht mehr als insgesamt 200 m2 Verkaufs- und Ausstellungsfläche haben,

3.3 Schank- und Speisewirtschaften.

4. Nicht zulässig sind, Anlagen für sportliche Zwecke.

5. Das mit RG bezeichnete Renaturierungsgebiet ist ausschließlich für

    Ausgleichsmaßnahmen gemäß dem landschaftspflegerischen Begleitplan Nr. 

    1 vorgesehen.

II. Maß der baulichen Nutzung
1. Im Industriegebiet sind zugelassen:

a = abweichende Bauweise gemäß § 22, Abs. 4 BauNVO,  zulässig sind Gebäude über 50 m Länge

2. Im Bereich der von 40 m bis 100 m neben der Autobahn A 19 befindlichen

    Anbaubeschränkungszone werden aus Sichtschutzgründen bei der Errichtung

    von Hochbauten Höhenbegrenzungen bis Oberkante der baulichen Anlage

    erforderlich, die je nach Abstand von den Lärm- und Sichtschutzanlagen an

    der Autobahn unterschiedlich sind.

Die Festlegung der zu genehmigenden Höhe von Hochbau ten ergibt sich aus dem Sichtwinkel des Kraftfahrers auf der äußeren rechten Fahrspur auf der Autobahn und der Oberkante Sichtschutzanlage neben der Autobahn bis zu einer Entfernung von 100 m, aber nicht höher als in der Planzeichnung für das Nutzungsgebiet festgesetzten maximalen Gebäudehöhe.

III. Bauordnungsrechtliche Festsetzungen und örtliche Bauvorschriften
1.Dachform, Dachneigung und Firstrichtung

1.1. Dachform
Im Gewerbegebiet bzw. Mischgebiet sind Flachdächer oder flachgeneigte Satteldächer mit einer Dachneigung bis 20° sowie pul t- oder sheddachförmige Dachausbildungen zulässig.

1.2 Die Firstrichtung im Plangebiet wird grundsätzlich nicht festgelegt.

Hinweis:
Abgewinkelte Gebäudeteile sind zulässig.

2. Garagen und Stellplätze entspr. § 9 BauGB und § 12 BauNVO
Nach § 2 der Garagenverordnung ist vor den Garagen auf den Betriebsgrundstücken ein ständig frei zugänglicher Stauraum von mindestens 5,50 m Länge für wartende Kfz. vorzusehen.

Zur Vermeidung der Versiegelung der Stellplatzflächen sind diese mit wasserdurchlässigem Material zu befestigen.

3. Gestaltung der baulichen Anlagen
Die baulichen Anlagen sind hinsichtlich der Farbgebung so mit der Umgebung in Einklang zu bringen, daß sie das Orts- und Landschaftsbild nicht verunstalten. Für die Außenfassade der Gebäude sind Naturtöne, pastellfarbene Tönungen zu verwenden. Für hervorzuhebende Wandbauteile ist vorzugsweise rotes bis dunkelbraunes Ziegelmauerwerk anzuwenden.

Glas ist zulässig.

Sichtbare Skelettkonstruktionen und Außenwandblechelemente sind zulässig.

4. In allen Baugebieten wird die Zulässigkeit von Nebenanlagen und Einrichtungen im Sinne des § 14, Abs. 1 BauNVO eingeschränkt auf:  Einfriedungen, Müllboxen, Windschutzblenden und Werbeanlagen

5. Einfriedungen
Einfriedungen entlang der öffentlichen Wege und Straßen sind in Form von Hecken, Holz- und Drahtzäunen zulässig. Sie dürfen max. 1,40 m nicht überschreiten.

6. Werbeanlagen
Werbeanlagen sind grundsätzlich nur am Ort der Leistung zulässig.


Unzulässig sind Werbeanlagen mit wechselndem oder bewegtem Licht.


Freistehende Werbeanlagen dürfen eine Höhe von max. 8,00 m über mittlerer O.K. Grundstückssverkehrsfläche nicht überschreiten.

Werbeanlagen bis 100 m Entfernung von der Autobahn sind nicht zulässig.

7. Bodendenkmale
Im Gebiet des Bebauungsplanes ist mit historisch bedeutsamen Funden vorzeitlicher Besiedelung bzw. prähistorischer Entwicklung zu rechnen.

Auflage:
Wenn während der Erdarbeiten Funde oder auffällige Bodenverfärbungen entdeckt werden, ist das Landesamt für Bodendenkmalpflege zu benachrichtigen und die Fundstelle bis zum Eintreffen der Vertreter zu sichern.

Verantwortlich hierfür sind gemäß § 9., Abs. 2 VO zum Schutz und zur Erhaltung urgeschichtlicher Bodenkmäler der Finder sowie der Leiter der Arbeiten.

8. Begrünung nach § 9, Abs. 1, Nr. 20 und Nr. 25 BauGB
Art und Maß ist im landschaftspflegerischen Begleitplan enthalten. Er ist Bestandteil des Verfahrens.

9. Sichtdreiecke
Im Bereich der Sichtdreiecke ist jegliche Nutzung oberhalb der Sichtebene 0,70 m über der Fahrbahnoberkante auszuschließen.

10. Leitungstrassen
Vorhandene Leitungstrassen sind frei- und für den Betreiber zugänglich zu halten.