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Festrede

des Bürgermeisters der Gemeinde Fincken, Erich Nacke,

anlässlich der feierlichen Eröffnung der Rundscheune Fincken

 

Festrede BGM.jpg

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich darf Sie heute recht herzlich zur Eröffnung der unteren Etage unser Rundscheune mit Gemeindezentrum und Feuerwehr begrüßen.

 

Insbesondere begrüße ich

  • von der Denkmalbehörde Frau Krug
  • unseren stellvertretenden Landrat, Herrn Dr. Schulz
  • vom Amt Röbel-Müritz Herrn Markner und Herrn Zädow.

   
Ich begrüße

  • den Architekten für den Innenausbau, Herrn Schulz
  • vom Ingenieurbüro Blümel, Herrn Blümel, Frau Richter und Frau Beyer
  • die Betreuer für die Sachgebiete

   

Heizung-Sanitär Herrn Tammer
Statik Herrn Gesell und Herrn Schmidt
Elektro Herrn Baer und Herrn Tutter


Ich begrüße weiterhin die Vertreter der bauausführenden Gewerke, die Bürgermeister der angrenzenden Gemeinden, sowie alle weiteren Gäste.

Ich möchte heute aber auch die Gelegenheit nutzen, um Dank zu sagen.

Dank denen, die diesen Umbau durch Zuwendungen ermöglicht haben:

  • der Denkmalbehörde über das Programm „Dach und Fach“
  • dem Innenministerium
  • dem Landwirtschaftsministerium
  • dem Landkreis Müritz
  • der Gemeinde Fincken-

   
Dank den Handwerkern, die dieses schöne Bauwerk realisiert haben:

  • dem Bauunternehmen Möller
  • der Firma Heizung und Sanitär Bekmann
  • der Firma Elektroinstallation Dahnke
  • der Firma Trockenbau Schröder
  • für die Fliesenlegerarbeiten der Firma Drochner
  • dem Malerbetrieb „Drei Schilde“ Mirow
  • der Glaserei Wickel
  • der Tischlerei Kessler
  • der Firma Butzbach für das Feuerwehrtor
  • der MBM – Maschinenbau Malchow für die Treppe

   
Mein Dank gilt aber auch allen Bürgern der Gemeinde, die durch Arrangement und Sachspenden insbesondere zur Ausgestaltung des historischen Teils beigetragen haben.

Gestatten Sie mir noch einige Ausführungen zur Historie des Gebäudes:

Um 1850 als Pferdestall durch den Grafen von Blücher erbaut.

Ca. 40 Arbeitspferde des Gutes waren hier untergebracht.

Im historischen Teil des Eingangsbereiches haben wir noch 4 Stellplätze im Original erhalten.

In der Mitte befand sich ein Raum, in dem die ledigen Knechte bei den Tieren schlafen und wachen mussten.

Nach der Aufsiedelung des Gutes 1928 – 1932 kaufte der Bauer Brakemeier die Siedlung.

Nach dessen Tod führte sein Schwiegersohn Albert Wehrmann die Siedlung bis zur Zwangskollektivierung 1961 weiter.

Danach nutzte die LPG die Scheune als Stall und Lagerraum.

Albert Wehrmann verstarb und seine Frau Anna wohnte dann alleine im nebenstehenden Wohnhaus.

Ach die Scheune wurde von der LPG auf Grund neuer Gebäude nicht mehr genutzt.

Damit begann der systematische Verfall der Rundscheune.

Das Dach wurde undicht und das Gebälk begann zu faulen.

Nach dem Tod von Anna Wehrmann kaufte die LPG die Wirtschaft.

Das Wohnhaus wurde genutzt, an der Scheune bestand jedoch kein Interesse mehr.

1995 wurde das Grundstück, Wohnhaus und Scheune von Herrn Junghänel erworben.


Er versuchte das Dach zu sichern, aber nur mit geringem Erfolg.

Die Scheune verfiel zusehends weiter.

Da es sich um ein einmaliges Denkmal in Mecklenburg-Vorpommern handelt, beschäftigte sich 1998 die Gemeindevertretung konkreter mit dem Problem, um dieses prägende Gebäude im Ortsbild zu erhalten.

1999 fasste die Gemeindevertretung den Beschluss, die Scheune in ihr Eigentum zu übernehmen und zum Gemeindezentrum umzubauen.

Im selben Jahr begannen die Arbeiten zur Erneuerung des Daches über das Programm „Dach und Fach“.

2002/2003 wurden die Außenfassade und das Fachwerk in der oberen Etage erneuert.

Wie Sie selbst sehen, hatten wir mit dem Außenputz nicht viel Glück, unter anderen Faktoren auch, weil dem Putz kein Zement beigegeben werden durfte.

Mit dem Wegbruch des Förderprogramms „Dach und Fach“ stand der weitere Ausbau der Rundscheune völlig offen.

Durch das Arrangement unserer Landtagsabgeordneten, insbesondere Herrn Borchert, konnten wir die weitere Förderung für den Innenausbau 2004 erreichen, so dass wir Ihnen heute den unteren teil präsentieren können.

Für die Abdielung der oberen Etage, die später für Ausstellungen genutzt werden soll, fehlt uns zur Zeit leider das Geld.

Nach diesem kurzen Abriss wünsche ich Ihnen heute einen angenehmen Aufenthalt in unserer Rundscheune.

 

Zum Fotoalbum geht es hier.